the phantom rider
rides again


und wieder eine harald naegeli streetart an der uni zürich:
last update: 10.3.2011




uni zürich zentrum campus


stadtkreis 1 / city district 1 / 1er arrondissement
HOCHSCHULQUARTIER
(university district / quartier universitaire)
diese harald naegeli
figur entstand ende
februar 2010 und
wurde einen monat
später auf anordnung
der uni-oberen
zerstört


aber wie so oft
verewigt zueri-
graffiti.ch die bilder,
die sie zensurieren,
zerstören,
verstecken, aus dem
gedächtnis der
menschen löschen
wollen - und macht
den den typen von
der UNI zürich einen
strich durch die
rechnung


bei wegputz-
aktionen ist immer
angst im spiel


doch diese strategie hat schon früher nicht richtig funktioniert. und heute, wo das schnelle medium
internet allgegenwärtig ist, erst recht nicht mehr


in dieser tradition der intoleranz
gegenüber allem, was dem
establishment nicht in den kram
passt, stehen auch die kampagnen
zur ausrottung der graffiti und
anderen formen von street art


kreativität ist aber
menschenrecht
und seelische
notwendigkeit.
wird sie zur
vordertür
rausgeschmissen,
kommt sie einfach
zur hintertür
wieder rein


im zeitalter des
schnellen mediums
internet verbreiten
und vernetzen sich
die wandbilder
schneller, sicherer
und weiter als je
zuvor und bleiben
erst noch
unbegrenzte zeit
erhalten


eine website wie
zueri-graffiti.ch macht
die bemühungen der
biedermänner, diese
bilder rasch und
unauffällig
auszulöschen,
zunichte, denn wir
bringen sie gross
raus


auch das ist ein
phänomen unserer
zeit: das versteckte
wird sichtbar, überall
und immer klarer


in diesem umfeld des
wandels
funktionieren alte
denkweisen und
strategien immer
weniger


die waffe der
zensoren ist die
schere, unsere waffe
ist das
vergrösserungsglas.
was ist wohl
wirksamer?


es ist die
angst, die
kontrolle zu
verlieren


es gibt auch immer
mehr leute, die auf
eigene faust im
öffentlichen raum
kreativ tätig sind


wer aus angst
handelt, hat zum
vornherein schon
verloren


dieses einfache
prinzip scheinen die
klugen leute an der
uni noch nicht kapiert
zu haben




kunstwerke wie
dieses entstehen
hingegen nicht aus
angst, sondern aus
lust und liebe


für den künstler bringt
das fame +
satisfaction, für zueri-
graffiti.ch fette bilder -
und für die typen von
der uni spesen, frust
und spott


der globale siegeszug
der street art ist ein
phänomen unserer zeit
und ein wichtiger teil
des bewusstseins-
wandels, der diese welt
erfasst hat


das macht dem
spiessergeist angst. und so
wird versucht, das als fremd
und bedrohlich empfundene
wegzumachen,
auszuradieren,
auszuschaffen, auszurotten,
zu liquidieren


die geschichte des christlichen
abendlandes ist eine geschichte des
zensurierens, verdrängens,
unterdrückens, ausgrenzens,
vertreibens und - in letzter
konsequenz - des ausrottens von
menschen


z.b. der massenmord an den
menschen jüdischen glaubens in
der stadt zürich



die blutspur der abendländischen
christen zieht sich quer durch die
ganze welt. allein in nord- und
südamerika ermordeten sie
schätzungsweise 50 millionen
indianer


auch an der "heimatfront" in
europa wurde kräftig zugelangt.
immer wieder wurden juden,
zigeuner, ketzer,
andersdenkende, andersgläubige
verhetzt, gefoltert, vertrieben und
ermordet


immer wieder in der
geschichte sind
bücher und
kunstwerke verbannt,
verboten,
geschändet und
verbrannt worden


aus angst. und aus
hass


von der angst getrieben, die
kontrolle über "ihre" wände,
"ihre" sicht der dinge, ihr
angebliches "eigentum" und
ihr "sauberes" image zu
verlieren, putzen und
kämpfen und wursteln die
trottel an den wänden rum


auch an der uni
zürich


so sieht das werk des künstlers aus


und so das werk der zensoren


zueri-graffiti durchbricht einmal mehr die mauer des
schweigens in dieser stadt und zeigt das, was euch
die gleichgeschalteten medien vorenthalten. wir tun
es nicht aus frust, sondern aus lust und liebe und mit
grösstem vergnügen


EXKLUSIVER BILD-BERICHT
29.3.2010
das reale tsüri...
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harald nägeli old-skool graffiti in zürich.HARALD NÄGELI GRAFFITI. Der Sprayer von Zürich. Harald Nägelis Zürcher Graffiti von 1977 bis 2009, Harald Naegeli street art in Zurich Switzerland
graffiti news - nachrichten in zusammenhang mit graffiti zürich
sehen, was andere zensurieren -
lesen was andere verschweigen


auch in der schweiz. und das wird in
diesem land meist verdrängt,
verschwiegen, beschönigt


im christlichen europa genügte es,
anders auszusehen, anders zu
denken, anders zu reden, anders
zu glauben, anders zu sein, um in
die teuflische maschinerie zu
geraten und verbannt oder
verbrannt zu werden


während in schulen
kreativität immer
mehr hintenan
gestellt wird
zugunsten geistlosen
auswendiglernens


das sind keine "alten geschichten", denn
heute nimmt das rassistenpack in dieser
stadt, diesem land und diesem kontinent
schon die nächste angebliche
"bedrohung" ins visier: menschen
muslimischen glaubens und minarette...
.
sogar katzen mussten dran
glauben. zu tausenden wurden sie
in europa von kirchtürmen in den
tod geworfen. sie waren angeblich
mit den "hexen" und dem "teufel"
verbündet


auch die frauen kamen
dran. den frommen
kirchenmännern waren sie
schon immer ein graus.
zwischen 6 und 10
millionen als "hexen"
bezeichnete wurden in
europa von den halunken
der kirche gefoltert und
umgebracht. am längsten
dauerte das morden in der
schweiz - bis 1782
(stichwort "anna göldi")

.
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angst vor etwas
führt genau das
unerwünschte herbei


und auch menschen...


eine rechtfertigung lässt sich
immer konstruieren - im fall
der graffitis das angebliche
"fremde eigentum", das
angeblich "beschädigt" wird


die 'guten christlichen bürger' rissen sich
das eigentum der ermordeten und
geflohenen unter den nagel, allen voran
stadtpräsident rudolf brun


im 14. jahrhundert
wurden in zürich
sämtliche männlichen
einwohner jüdischen
glaubens ermordet
(verbrannt), die nicht
rechtzeitig vor dem
pogrom fliehen konnten


die synagoge im niederdorf wurde niedergebrannt.
am ort dieses verbrechens steht heute nicht etwa
ein mahnmal, sondern - auch typisch zürcherisch -
eine gartenbeiz und eine toilette (gehören zum
restaurant neumarkt). die erinnerung an das
genozid ist auf eine diskrete info-tafel an der
froschaugasse reduziert
dieser halunke wird noch heute in
zürich geehrt, u.a. mit der rudolf-brun-
brücke, die nach ihm benannt ist


die tatsache, dass
tausende und immer
mehr jugendliche und
strassenkünstler das
angebliche
"eigentum" einiger
leute am öffentlichen
raum einfach
ignorieren, macht
den spiessern
besonders angst


jedes graffiti, jeder tag,
jede streetart ist eine
werbetafel für freiheit,
ein zeichen dafür, dass
die eigentumsansprüche
des establishments
ignoriert werden


nicht verbissen,
frustriert und
politisiert, sondern
cool und relaxed und
als natürlichste
sache der welt



bis es soweit ist,
wird vom
establishment fleissig
geputzt, geschrubbt,
zerstört, verheimlicht,
mit polizei, justiz und
"schadenersatz"
gedroht



umsonst - und immer
umsonster
das macht alle
versuche, dieses
phänomen
einzudämmen,
wirkungslos


graffiti und streetart sind ein phänomen der neuen zeit. sie werden noch lange bei uns sein -
während die alte welt der angst, des hasses und der besitzgier um uns herum zerfällt und
crasht - unaufhaltsam und unwiderruflich




29.3.2010 / update. 10.3.2011
regt euch ab, leute -
in wenigen jahren gibt
es ohnehin kein
eigentumsrecht an
grund und boden, wie
wir es heute noch
kennen


das braucht es auch
nicht mehr. dafür hat
jeder mensch das
unkündbare recht auf
die von ihm
bewohnte wohnstätte
- kostenlos